Unfallversicherung – welche Grundsumme sollte es sein?

Wie hoch sollte die Grundsumme in der Unfallversicherung sein? Beziehungsweise wie viel Versicherungssumme brauche ich überhaupt für eine Unfallversicherung? Und was bedeutet eigentlich Progression in diesem Zusammenhang? Fragen über Fragen, die auftauchen, wenn man sich mit einer Unfallversicherung auseinandersetzt.
 
Auch in meinen Beratungen rund um die Unfallversicherung tauchen meist ähnliche Fragen auf: Welche Grundsumme und gibt es eine Empfehlung?
 
Auf die erste Frage, also welche Grundsumme, gibt es meist zwei Ansatzpunkte:
Der erste Ansatz geht einfach pauschal vom Zwei- bis Dreifachen des jährlichen Bruttoeinkommens aus. Wenn du also ein Bruttoeinkommen
von 30.000 Euro hast, sind es 60.000 oder 90.000 Euro Grundsumme.
Der zweite Ansatz, von dem man auch immer wieder liest, ist nach Altersstufen aufgeteilt: 
– bis 30 Jahre das Sechsfache vom Jahresbruttoeinkommen
– bis 40 das Fünffache und 
– ab 50 das Vierfache
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Unfallversicherung Grundsumme - Inhaltsverzeichnis

Warum ist die Unfallversicherung Grundsumme so wichtig

Ich persönlich, finde den ersten Ansatz noch besser als den zweiten. Habe aber auch nochmal einen ganz eigenen Ansatz, auf den ich gleich noch einmal zurückkomme.
Doch erst einmal will ich dir kurz erklären, warum die Grundsumme in Bezug auf eine Unfallversicherung überhaupt so ein wichtiges Thema ist. In der privaten Unfallversicherung ist es Ermessenssache jedes Einzelnen, wie hoch er sich absichern möchte. Dabei wird meist nach Budget entschieden oder nach Gefühl, womit man sich eben wohlfühlt. Pauschal ist die Frage nach der Unfallversicherung Grundsumme aber nicht einfach zu beantworten.

Im Ernstfall ist eine höhere Grundsumme von Vorteil

Um das Ganze für dich etwas in Relation zu bringen, habe ich hier ein Beispiel für dich:

Ich habe mich einmal mit einem Kfz-Betrieb unterhalten, der darauf spezialisiert ist, Fahrzeuge behindertengerecht umzubauen. Einen Mini-Van rollstuhlgerecht umbauen zu lassen, kostet in etwa 80.000 bis 100.000 Euro – ohne das Auto, nur der Umbau.
Zwar geht der überwiegende Teil der Unfallversicherung mit kleineren Einschränkungen einher – das zeigen auch Studien. Doch das Beispiel zeigt, dass man im schlimmsten Fall mit 50.000 Euro Grundsumme leider nicht allzu weit kommt.
Du solltest also auf jeden Fall darauf achten, die Unfallversicherung Grundsumme höchstmöglich abzusichern. Denn die ist der Kern, das Rückgrat deiner privaten Unfallversicherung.
Besonders wichtig ist die Grundsumme für die Berechnung der Invaliditätsansprüche. Denn diese berechnen sich prozentual nach dem Invaliditätsgrad auf Basis der abgeschlossenen Versicherungssumme.

Meine Empfehlung in Sachen Unfallversicherung Grundsumme

Deswegen sollte die Grundsumme meiner Meinung nach nicht zu niedrig sein. Das Zwei- bis Dreifache vom Bruttogehalt ist zwar schon einmal ein guter Richtwert. Doch ich empfehle immer eine Grundsumme von mindestens 100.000 Euro. Wenn deine Einschränkung, also dein Invaliditätsgrad bei 10 Prozent liegt, dann bekommst du eine Entschädigungsleistung von 10.000 Euro. Das ist meiner Meinung nach ein Effekt, mit dem du als Kunde einiges anfangen kannst.

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Grundsumme mit oder ohne Progression

Grundsätzlich kannst du bei einer Unfallversicherung auch noch wählen, ob du die Grundsumme mit oder ohne Progression abschließt.
Das heißt: Ohne Progression bringt die Unfallversicherung wie in dem Beispiel oben einfach eine lineare Leistung. 100.000 Euro Grundsumme, 10 Prozent Invaliditätsgrad, sind 10.000 Euro Entschädigungssumme.

Hast du in die Grundsumme eine Progression mit eingeschlossen, sorgt diese dafür, dass die Grundsumme ansteigt. Wenn es nach einem Unfall zur Teil- oder Vollinvalidität kommt.
Bei einer Progression empfehle ich immer 350 Prozent oder mehr mit in den Vertrag einzuschließen.

Bleiben wir bei dem Beispiel mit 100.000 Euro Grundsumme: Im schlimmsten Fall, also bei einer Vollinvalidität, hättest du eine Höchstentschädigungsleistung von 350.000 Euro.

Die Progression multipliziert sich immer von der Grundsumme aus. Deswegen sollte diese meiner Empfehlung nach nicht zu niedrig sein. 100.000 Euro ist hier eine gute Empfehlung.

Meine Empfehlung zur Unfallversicherung Grundsumme noch einmal zusammengefasst:

Das Zwei- bis Dreifache vom Jahresbruttoeinkommen ist auf jeden Fall schon einmal ein guter Ansatz. Wenn du nicht so ein hohes Jahresbruttoeinkommen hast, sollte die Grundsumme aber auf jeden Fall bei 100.000 Euro liegen.

Zudem empfehle ich in eine Grundsumme eine Progression von 350 Prozent oder mehr einzuschließen. So hast du auch im Höchstfall eine spürbare Entschädigungsleistung, welche dir das Leben zumindest ein Stück weit einfacher macht.

ACHTUNG: Die tatsächlich passende Grundsumme für deine Unfallversicherung hängt immer von deiner individuellen Situation ab. Lass dich also beraten um einen passenden Schutz zu erhalten.

Finanzberater Bamberg Sepp Hölzel
Unverbindlich und kostenfrei – meine Beratung für dich

Als unabhängiger Versicherungsmakler berate ich dich komplett unabhängig und bin an keine Versicherungsgesellschaft gebunden. Deswegen vertrete ich nur deine Interessen und arbeite nur in deinem Auftrag. So finden wir die bestmögliche Lösung für dich. 

Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, kontaktiere mich gerne oder vereinbare schnell und einfach einen ersten Beratungstermin bei mir – völlig unverbindlich und natürlich kostenfrei.

Ich freue mich auf dich
dein Sepp Hölzel